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Thema: Lärmschutz

Harmonisierung des Lärmsanierungsprogramms mit der Lärmaktionsplanung

Lärm ist ein zentrales Problem des ansonsten umweltfreundlichen Verkehrsträgers Schiene.

In Deutschland existieren zwei Instrumente, um die schädlichen Auswirkungen von Schienenlärm an Bestandsstrecken zu mindern:

  1. Das freiwillige Lärmsanierungsprogramm an bestehenden Schienenwegen des Bundes, welches seit 1999 auf haushaltsrechtlicher Grundlage läuft.
  2. Die Lärmaktionsplanung in Verbindung mit der Lärmkartierung, die auf der Umsetzung der europäischen Umgebungslärmrichtlinie (2002/49/EG) fußen.

Beide Instrumente verfolgen im Kern dasselbe Ziel: Die Regelung von Lärmproblemen. Doch es gibt markante Unterschiede, zum Beispiel bei den Berechnungsmethoden des Lärms oder beim Umfang der betrachteten Strecken.

Eine Gegenüberstellung finden Sie in der folgenden Tabelle.

Gegenüberstellung von Lärmsanierung und Lärmaktionsplanung
LärmsanierungLärmaktionsplanung
Der bundesweite Kartierungsumfang wird ermittelt auf Basis eines ...... pegelbezogenen Ansatzes.... mengenbezogenen Ansatzes.
Erfasst werden alle Strecken und Streckenabschnitte mit ...... Emissionspegel > = 57 dB(A) nachts.... > 30.000 Züge/Jahr und alle Ballungsräume > 100.000 Einwohner.
Die Berechnung der Beurteilungspegel erfolgt nach ...... 16. BlmSchV mittels Schall 03.... Vorgaben der Umgebungslärmrichtlinie mittels CNOSSOS-EU.
Ausgangsdaten der Berechnung sind ...... Prognosefahrpläne.... Fahrpläne des Vorjahres.
Die Schallausbreitungsrechnung erfolgt ...... ohne Abschirmung (z.B. durch Gebäude).... mit Abschirmung (z.B. durch Gebäude).
Beurteilungszeiträume sind ...... Tag und Nacht.... Tag, Abend und Nacht.
Ermittelt werden alle Betroffenen für die Nacht bei Immissionspegeln ...... > 57 dB(A).... > 45 dB(A).
Das EBA prüft in Zusammenarbeit mit dem BMVI eine Verschränkung der beiden Ansätze.

Wie im Koalitionsvertrag zur 19. Legislaturperiode vereinbart, prüft das Eisenbahn-Bundesamt (EBA) in Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI), ob das freiwillige Lärmsanierungsprogramm und die Lärmaktionsplanung nach der EU-Richtlinie stärker als bisher miteinander verschränkt werden können. Ziel des Projekts ist es, die Ergebnisse der Lärmkartierung und Lärmaktionsplanung des EBA in Zukunft als Grundlage für die Priorisierung von Bereichen zu nutzen, welche im Rahmen des Lärmsanierungsprogramms betrachtet werden.

Ein Arbeitskreis bestehend aus Vertreterinnen und Vertretern von Bundesbehörden, der Länder, Fachverbänden und Bürgerinitiativen sowie Expertinnen und Experten aus der Wissenschaft, wird das Vorhaben in den kommenden zwei Jahren fachlich begleiten. So soll für eine praxistaugliche und möglichst bürgerfreundliche Umsetzung gesorgt werden.