Eisenbahn-Bundesamt

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Thema: Lärmschutz

Lärmkartierung

Das Eisenbahn-Bundesamt ist gemäß § 47e BImSchG dafür zuständig, nach Vorgaben der Umgebungslärmrichtline (2002/49/EG) Lärmkarten für Schienenwege von Eisenbahnen des Bundes auszuarbeiten. Das bedeutet, dass der Zugverkehr auf der Infrastruktur der Deutschen Bahn AG erfasst wird, unabhängig davon, wem die darauf verkehrenden Fahrzeuge gehören. Zugbewegungen auf Schienenwegen privater Infrastrukturbetreiber werden vom Eisenbahn-Bundesamt nicht kartiert.

Ausschnitt aus der Lärmkartierung für Bonn (Grau) Ausschnitt aus der Lärmkartierung für Bonn. Die Ergebnisse der Lärmkartierung lassen sich über einen Kartendienst einsehen.

Allgemeine Informationen

Die Lärmkartierung ist ein Bestandteil der Richtlinie 2002/49 EG [ … ] über die Bewertung und Bekämpfung von Umgebungslärm (EU-Umgebungslärmrichtlinie, kurz: ULR). Ihr Zweck ist, die Belastung durch Umgebungslärm zu ermitteln, darzustellen und die Öffentlichkeit zu informieren. Außerdem müssen verschiedene Ergebnisse - zum Beispiel die Anzahl von lärmbelasteten Personen - an die EU-Kommission (KOM) berichtet werden. Die Ergebnisse der Lärmkartierung dienen darüber hinaus der Lärmaktionsplanung (LAP) als Grundlage, die ein weiterer Bestandteil der ULR ist. Die Lärmkartierung erfolgt nach für die Mitgliedstaaten gemeinsamen Bewertungsmethoden.

Lärmkartierung Runde 3

Aus technischen Gründen sind die Kartenanwendung und die Dienste derzeit deaktiviert.

Die Lärmkarten der Runde 3 des Eisenbahn-Bundesamtes wurden im Jahr 2017 veröffentlicht. Sie liegen innerhalb von Ballungsräumen für alle Eisenbahnen des Bundes vor. Außerhalb von Ballungsräumen liegen die Lärmkarten für Haupteisenbahnstrecken mit einem Verkehrsaufkommen von über 30.000 Zügen pro Jahr vor. Die Kartierung umfasst über 16.500 Streckenkilometer der Haupteisenbahnstrecken und 70 Ballungsräume. Insgesamt deckt die Lärmkartierung damit eine Fläche von rund 50.000 Quadratkilometern ab. Die Lärmkarten werden mindestens alle fünf Jahre überprüft und überarbeitet.

Die Ergebnisse der Lärmkartierung können mit einem interaktiven und kostenfreien Kartendienst betrachtet werden. Der Dienst zeigt die Lärmkarten wahlweise für den Tag-Abend-Nacht-Lärmindex (LDEN) oder den Nacht-Lärmindex (LNight). Zusätzlich lassen sich Lärmstatistiken und das zugrunde liegende Verkehrsaufkommen (Zugfahrten/Jahr) anzeigen. Es besteht weiter die Möglichkeit, selbstgewählte Ausschnitte als PDF-Karten zu drucken.

Zudem können die Ergebnisse als INSPIRE konforme OGC-Services zur Einbindung in ein Geoinformationssystem abgerufen werden:

Beschreibung der Dienste
DienstBeschreibung
WMS-LärmindexDie Isophonenbänder zeigen die flächenhafte Wiedergabe der Schallausbreitung für die Lärmindizes LDEN und LNight.
WMS-VerkehrswegGeneralisierte Darstellung des Kartierungsumfanges mit informativen Angaben zum Verkehrsaufkommen.
WMS-SchallschutzwandSchallschutzbauwerke entlang von Haupteisenbahnstrecken (mehr als 30.000 Zugbewegungen im Jahr) und sonstigen Strecken innerhalb der Ballungsräume (mehr als 100.000 Einwohner).
WFS-DienstDer Dienst bietet Informationen zu Lärmindizes, Verkehrswegen und Schallschutzwänden.
WMTS-DienstDer Dienst bietet Informationen zu Lärmindizes, Verkehrswegen und Schallschutzwänden.

Herunterladen von Lärmkarten der Runde 3

Das Eisenbahn-Bundesamt bietet zusätzlich zum Kartendienst die Möglichkeit, Lärm- und Betroffenheitskarten für die Lärmindizes LDEN und LNight im PDF-Format herunterzuladen. Die Lärmkarten (mit Darstellung der Isophonenbänder in festgelegten Pegelklassen) und die Betroffenheitskarten (mit Darstellung der Lärmkennziffer LKZ in einem 100m x 100m-Raster) stehen für die Haupteisenbahnstrecken und für die Ballungsräume zur Verfügung.

Die Karten entlang der Haupteisenbahnstrecken liegen in Blattschnitten der Topographischen Karte 1:25.000 jeweils im Ausgabeformat DIN A3 vor.

Die Karten für die Ballungsräume sind im Format DIN A0 vorbereitet. Innerhalb der Ballungsräume werden alle Streckenabschnitte (Haupteisenbahnstrecken und sonstige Strecken) berücksichtigt.

Lärm-/ Betroffenheitskarten für die Haupteisenbahnstrecken
Lärm-/ Betroffenheitskarten für die Ballungsräume

Lärmkartierung Runde 4

Die Arbeiten an der Runde 4 der Umgebungslärmkartierung in der Zuständigkeit des Eisenbahn-Bundesamtes laufen seit geraumer Zeit. Die Ergebnisse werden voraussichtlich am 30. Juni 2022 veröffentlicht.

Gegenüber den vorangegangenen Runden greifen auf Ebene der Europäischen Union mehrere Änderungen. So hat die Kommission ein neues, verpflichtend anzuwendendes Reportsystem eingeführt und Methoden zur Bewertung der gesundheitsschädlichen Auswirkung des Umgebungslärms vorgegeben. Die wesentlichste Änderung ist, dass erstmals die EU-weit eingeführte Berechnungs- und Bewertungsvorschrift CNOSSOS anzuwenden ist.

Alle kartierenden Behörden sollen nach der Kartierungsverordnung möglichst die gleichen Gebäude- und Einwohnerdaten verwenden. Das EBA arbeitet eng mit anderen Kartierungsbehörden und den datenführenden Stellen in Bund und Ländern zusammen, um die Anwendung gemeinsamer Geodaten zu etablieren. Als freiwillige Leistung kartiert das EBA außerdem die nun erstmals betrachteten Rangier- und Umschlagbahnhöfe im Bereich von Ballungsräumen.

Eine weitere Neuerung in der Runde 4 ist, dass das EBA das gesamte Netz der Eisenbahnen des Bundes kartiert. Somit berücksichtigt das EBA neben den 32.000 Gleiskilometern der Umgebungslärmkartierung weitere rund 20.000 Gleiskilometer, die nach der Richtlinie nicht kartierungspflichtig sind. Am Ende werden Lärmkarten und Belastetenstatistiken für das gesamte Netz der DB von mehr als 52.000 Kilometern Gleis zur Verfügung stehen.

Fragen zur Lärmkartierung im Eisenbahn-Bundesamt richten Sie bitte an folgende E-Mail-Adresse: ref53@eba.bund.de