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Thema: Forschung

Ressortforschung

Die Ressortforschung im Bereich Schiene schafft unabhängiges wissenschaftliches Fachwissen an der Schnittstelle von Wissenschaft, Industrie und Politik.

Die Liberalisierung des Eisenbahnverkehrsmarktes hat dazu geführt, dass sich das komplexe System Eisenbahn geöffnet hat und viele verschiedene, spezialisierte Akteure in den Markt eintreten konnten. Das Eisenbahn-Bundesamt (EBA) steht als nationale Aufsichts-, Genehmigungs- und Sicherheitsbehörde an der Schnittstelle zwischen Eisenbahnverkehrsunternehmen, Fahrzeughaltern, Infrastrukturbetreibern und Bahnindustrie. Es muss dort fehlendes Know-how über das Gesamtsystem Eisenbahn erkennen und ausgleichen können.

Die Einrichtung eines neuen Referats „Umwelt/Forschung“ zum 01. August 2015 war der erste Schritt, um das EBA als Forschungsinstitution im Bahnsektor zu etablieren. Die Einführung der Ressortforschung gilt als wichtige Maßnahme, um die Politik zu unterstützen, das Know-how zu erhalten und die Wettbewerbsfähigkeit des Schienenverkehrs insgesamt zu stärken. Die Ressortforschung soll nicht nur das EBA maßgeblich dabei unterstützen, seine gesetzlichen Aufgaben wahrzunehmen. Die kontinuierliche Verzahnung von Technologieförderung und Ressortforschung bringt auch die für den Schienensektor wichtige praxisbezogene Umsetzung von Innovationen voran. Dabei sind die Themen Nachhaltigkeit und Sicherheit von großer Bedeutung.

Menschen arbeiten gemeinsam an einem Arbeitspapier Die Ressortforschung im Bereich Schiene schafft unabhängiges wissenschaftliches Fachwissen an der Schnittstelle von Wissenschaft, Industrie und Politik. Quelle: Helloquence / Unsplash.com

Der deutsche Bahnsektor wird von einer Sicherheitsbehörde profitieren, in der Expertisen gebündelt und Wissenstransfer etabliert werden. Dies sorgt nicht zuletzt für mehr Transparenz, denn die Ergebnisse der Forschungsarbeiten sollen der gesamten Branche zugänglich gemacht werden.

Programm

Das EBA legt die übergeordneten mittelfristigen Forschungsziele in Abstimmung mit dem BMVI fest, dabei werden der Forschungsbedarf des EBA sowie die politischen Prioritäten berücksichtigt.

Daraus werden die intern wie extern durchzuführenden Forschungs- und Entwicklungsarbeiten (FuE) abgeleitet und innerhalb eines jährlichen und mittelfristigen FuE-Programms festgelegt.

Folgende Forschungsprojekte sind zurzeit geplant:

  • Autonomes Fahren
  • Grundlagenerarbeitung für die nationale ERTMS/ETCS-Migrationsstrategie
  • Kritische Infrastruktur: Analyse möglicher Angriffsszenarien für den Bereich Zugsicherung, Zugsteuerung und Signalgebung
  • Postensicherung an höhengleichen Bahnübergängen – Schwachstellenanalyse
  • Entwicklung von Bewertungskriterien für simulationsgestützt ermittelte Kapazitätseinschränkungen

Ausschreibungen

Externe FuE-Projekte werden öffentlich ausgeschrieben und sind unter bund.de einzusehen.

Expertennetzwerk im BMVI

Das EBA ist im Rahmen des Expertennetzwerks des BMVI an folgenden Forschungsthemen beteiligt:

Themenfeld 1: „Verkehr und Infrastruktur an Klimawandel und extreme Wetterereignisse anpassen“
Ziel ist es, die durch Klimaänderungen und extreme Wetterereignisse bedingten Vulnerabilitäten für Verkehr und Infrastruktur zu bestimmen und Anpassungsoptionen zu entwickeln.

Themenfeld 2: „Verkehr und Infrastruktur umweltgerecht gestalten“
In diesem Rahmen werden umweltbezogene wissenschaftliche Beiträge zur Nationalen Nachhaltigkeitsstrategie aus der Perspektive Mobilität generiert bzw. zur Nationalen Mobilitätsstrategie aus der Perspektive Nachhaltigkeit/Umwelt.

Themenfeld 3: „Verlässlichkeit der Verkehrsinfrastrukturen erhöhen“
Das zunehmende Bauwerksalter, sich verändernde Einwirkungen sowie konstruktive Schwachstellen müssen bei der Beurteilung der Sicherheit von Bauwerken berücksichtigt werden. Ziel ist es, die Sicherheit und Zuverlässigkeit der Infrastruktur weiterhin zu gewährleisten und die vorhandenen Ressourcen priorisiert und hocheffizient einsetzen zu können.

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