GSB 7.1 Standardlösung

Hinweis zur Verwendung von Cookies

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Weitere Informationen zum Datenschutz erhalten Sie über den folgenden Link: Datenschutz

OK

Thema: Triebfahrzeugführer

Triebfahrzeugführerschein

Triebfahrzeugführer (Tf) müssen im Besitz eines Triebfahrzeugführerscheines nach nebenstehendem europaweit einheitlichem Muster sein. Die Tf müssen außerdem über eine Zusatzbescheinigung desjenigen Eisenbahnverkehrsunternehmens (EVU) verfügen, das für die betreffenden Zugfahrten zur Trassennutzung berechtigt ist.

Der Triebfahrzeugführerschein und die Zusatzbescheinigung sind beim Führen von Triebfahrzeugen mitzuführen und berechtigten Personen auf Verlangen zur Prüfung auszuhändigen. Der Triebfahrzeugführerschein wird auf Antrag vom Eisenbahn-Bundesamt ausgestellt; er ist Eigentum des Triebfahrzeugführers. Der Triebfahrzeugführerschein gilt zehn Jahre. Er kann verlängert werden.

Antragsverfahren für den Triebfahrzeugführerschein

Der Triebfahrzeugführerschein ist vom Bewerber oder von seinem Bevollmächtigten bei der Triebfahrzeugführerscheinstelle schriftlich mit dem untenstehenden Vordruck "Antrag auf Erteilung eines Triebfahrzeugführerscheins" zu beantragen. Wird der Triebfahrzeugführerschein von einem Bevollmächtigten beantragt, so ist dem Antrag eine Vollmacht des Bewerbers beizugeben.

In der Regel soll der Triebfahrzeugführerführerschein direkt von der Bundesdruckerei an den Bewerber/Triebfahrzeugführer gesandt werden. Deshalb ist dem Antrag die vom Bewerber/Triebfahrzeugführer unterschriebene Einwilligungserklärung beizufügen. Der Antrag kann auf die erstmalige Erteilung eines Triebfahrzeugführerscheins, auf eine Aktualisierung/Änderung, auf eine Verlängerung (Erneuerung) oder auf die Ausstellung eines Ersatztriebfahrzeugführerscheins und/oder auf die Ausstellung eines vorläufigen Triebfahrzeugführerscheins gerichtet sein.

Weitere Einzelheiten zum Triebfahrzeugführerschein und dem Antragsverfahren entnehmen Sie bitte untenstehenden Unterlagen.

Triebfahrzeugführerscheinverordnung und -prüfungsverordnung

Antrag auf Erteilung eines Triebfahrzeugführerscheins, Verfahrensbeschreibung und Anlagen

Hinweise für eine beschleunigte Bearbeitung der Anträge

Antragsteller können für eine zügige Bearbeitung ihres Antrags sorgen, indem sie u.a. die folgenden Punkte beachten:

Sind die Antragsunterlagen aktuell?

Verwenden Sie zur Antragstellung stets die aktuellsten Versionen der Vordrucke. Diese können Sie auf der Internetseite des EBA herunterladen: .

Lässt sich die Identität des Antragsstellers einwandfrei feststellen?

Der Reisepass oder nationale Personalausweis muss lesbar und noch gültig sein. Lichtbild, Unterschrift und Ablaufdatum dienen ebenso der Identifikation des Antragstellers wie Name, Vorname, Geburtsname, Geburtsdatum sowie Geburtsort. Diese Angaben dürfen auf der Kopie nicht geschwärzt sein.

Entspricht das Lichtbild den Anforderungen und ist es ordnungsgemäß angebracht?

Das Lichtbild auf Seite 3 des Antrags mit Klebstoff im Feld 2.25 (Fanggitter) mittig einkleben (Bitte nicht mit Büroklammer befestigen oder lose beilegen).

Die Anforderungen an die Qualität des Lichtbildes sind im Anhang IV Punkt 5.

Nr. 2.23. der Verordnung (EU) 36/2010 vorgegeben und sind exemplarisch in der Fotomustertafel der Bundesdruckerei abgebildet:

Liegt dem EBA eine korrekte Lieferadresse für den Triebfahrzeugführerschein vor?

Wird der Beantragung eines Triebfahrzeugführerscheins (TFS) die „Einwilligungserklärung zum Direktversand des Triebfahrzeugführerscheins“ (Anlage 4.1) mit Unterschrift des Bewerbers / Triebfahrzeugführers beigefügt, erfolgt die Lieferung immer direkt an die Wohnadresse des Triebfahrzeugführers.

Bevollmächtigt der Triebfahrzeugführer seinen Arbeitgeber, den TFS mit der „Vollmacht zur Vorlage bei der Triebfahrzeugführerscheinstelle“ (Anlage 4.2) zu beantragen, wird der TFS an den Bevollmächtigten geliefert.

Werden dem Antrag sowohl die Anlage 4.1 als auch die Anlage 4.2 beigefügt, erfolgt die Lieferung also direkt an die Wohnadresse des Triebfahrzeugführers.

Ist eine angemessene Versandform gewählt?

  • Unterlagen nur im DIN A 4 Format per Briefpost versenden,
  • Anträge oder sonstigen Schriftverkehr nicht heften oder klammern (Unterlagen werden zur Bearbeitung eingescannt);
  • Bei Sammelbestellung: Trennung der Anträge durch zweiseitig geschlossene Klarsichthüllen

Sind alle Antragsunterlagen vollständig und korrekt?

Anträge können erst abschließend bearbeitet werden, wenn alle relevanten Unterlagen vorliegen.

Müssen fehlende Unterlagen nachgereicht werden, führt dies sowohl beim Antragsteller als auch beim EBA zu erhöhtem zeitlichen Aufwand.

Hinweise zu Lieferfristen von Triebfahrzeugführerscheinen

Nach § 8 Abs. 3 Triebfahrzeugführerscheinverordnung (TfV) stellt das EBA spätestens innerhalb eines Monats nach Vorlage aller erforderlichen Unterlagen den Triebfahrzeugführerschein aus. Die vorgenannte Monatsfrist gilt für

  • Anträge mit Prüfungsbescheinigung gemäß Triebfahrzeugführerschein-Prüfungsverordnung (TfPV) und für
  • Anträge mit IHK-Abschlusszeugnis „Eisenbahner im Betriebsdienst Fachrichtung Lokführer und Transport“ (EiB L/T).

Die Monatsfrist gilt nicht für die Umstellung von Eisenbahnfahrzeugführerscheinen nach VDV-Richtlinie 753 in Triebfahrzeugführerscheine (s. § 21 Abs. 6 TfV).

Gebühren

Das EBA ist verpflichtet, für die Bearbeitung von Anträgen auf Erteilung eines Triebfahrzeugführerscheins Gebühren gemäß der (BEGebV) zu erheben. Der Triebfahrzeugführerschein wird von der Bundesdruckerei GmbH im Auftrag des EBA gefertigt und von dort direkt an den Antragsteller versandt. Die Antragsteller sind verpflichtet, die Gebühr für die Ausstellung eines Triebfahrzeugführerscheins, nach Erhalt des entsprechenden Gebührenbescheids, an die Bundeskasse zu überweisen.

Die Gebühr für die Erteilung eines neuen Triebfahrzeugführerscheins, aber auch für Änderungen oder Ersatz beträgt pauschal = 150,00 Euro.

Sofern vorab auch schon ein vorläufiger Triebfahrzeugführerschein ausgestellt werden soll, beträgt die Gebühr insgesamt = 175,00 Euro.

Übergangsvorschriften

Um einen reibungslosen Übergang zwischen den bisher geltenden Führerscheinregelungen und den Anforderungen nach der Triebfahrzeugführerscheinverordnung zu garantieren, sieht die TfV im § 21 weitgehende Übergangsvorschriften vor. Danach dürfen Triebfahrzeugführer, denen Erlaubnisse nach der "Eisenbahnfahrzeug-Führerschein-Richtlinie" des Verbandes Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) erteilt worden sind, ihre berufliche Tätigkeit auf Grund ihrer Erlaubnisse und ohne Anwendung der TfV bis zum Ablauf des 29. Oktober 2018 weiter ausüben. Der neue Führerschein ist dann aber spätestens bis zum 29. Oktober 2016 zu beantragen.

Grenzüberschreitender Verkehr

Die neuen Führerscheine sind europaweit gültig. Ein von einer zuständigen Stelle eines Mitgliedstaates der Europäischen Union erteilter Triebfahrzeugführerschein wird gemäß § 4 Abs. 2 TfV anerkannt.
Darüber hinaus haben die Eisenbahnaufsichtsbehörden Deutschlands und der Schweiz Verfahren zur gegenseitigen Anerkennung von Triebfahrzeugführerscheinen vereinbart. Eine Liste fasst die verfügbaren Dokumente zu diesem Thema zusammen.

Entziehung bzw. Aussetzung eines Triebfahrzeugführerscheins

Das EBA informiert im nachstehenden Leitfaden über Regelungen hinsichtlich der Entziehung bzw. Aussetzung eines Triebfahrzeugführerscheins.