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Fachmitteilung 1 / 2007 vom: 28.02.2007, Thema: Recht

9. Fachtagung der EBA-Sachverständigen

Am 13. und 14. Februar 2007 fand in Fulda die 9. Fachtagung der EBA-Sachverständigen statt. Überschrieben war das „Jahres-Meeting der Sachverständigen“ mit dem Leitthema: „Neue Ideen für das Sachverständigenwesen“.

Die zweitägige Tagung wurde vom Fachverlag Eurailpress in Zusammenarbeit mit dem Verband Deutscher Eisenbahn-Ingenieure e.V. (VDEI) und Unterstützung des Eisenbahn-Bundesamtes (EBA) veranstaltet. Wie in den vorangegangenen Jahren nahmen auch in diesem Jahr rund 300 Fachleute aus dem Bereich des Eisenbahnwesens an der Veranstaltung teil. Traditionsgemäß eröffnete der Präsident des EBA, Herr Armin Keppel, die Veranstaltung mit einem umfassenden Überblick über die Veränderungen aus dem vergangenen Jahr, ergänzt durch einen Ausblick auf die bevorstehenden Herausforderungen, die im Zuge der fortschreitenden Europäisierung des Eisenbahnsektors noch zu bewältigen sein werden.

Im Anschluss fand die Fachdisziplinen übergreifende Plenumsveranstaltung des ersten Tages statt. Die inhaltlichen Schwerpunkte der Vorträge waren zunächst die europäischen Aktivitäten, die gekennzeichnet sind durch die Angleichung der rechtlichen Rahmenbedingungen in Europa, die so genannten Eisenbahnpakete und die damit verbundene stufenweise Einführung der Technischen Spezifikationen für die Interoperabilität (TSI). In einem weiteren Vortrag wurden konkrete Ansätze einer neuen Typzulassung in der Leit- und Sicherungstechnik vorgestellt. Abschließend wurden Impulse für den Blick über den Tellerrand hinaus gegeben. In diesem Jahr wurde beispielsweise die Übertragbarkeit von bereits in anderen Bereichen etablierten Methoden des Qualitätsmanagements auf das Bauwesen anhand der so genannten „Fehlermöglichkeits- und Einflussanalyse (FMEA)“ dargestellt. Das Qualitätsmanagement (QM) gewinnt vor dem Hintergrund fortschreitender staatlicher Verschlankung und einer weit reichenden Selbstverantwortung der Prozessbeteiligten - insbesondere der Eisenbahnen - zunehmend an Bedeutung. Dies bringt das Erfordernis mit sich, frühzeitig mögliche Fehlerquellen zu bestimmen, Fehleranzahl und Fehlerausmaß zu minimieren, also ein Qualitätsmanagementsystem (QMS) einzuführen. Durch Qualitätsmanagementsysteme werden reibungslose Abläufe von Bauprozessen gefördert und sie tragen dazu bei, die sicherheitlichen Aspekte und Anforderungen zu gewährleisten.

Ein dritter Block war dem Thema „Nachwuchsgewinnung und Nachwuchsförderung“ gewidmet, der durch die Verleihung des Förderpreises „Förder-Forum Bahningenieure“ seinen Höhepunkt fand. Zunächst wurde der Förderpreis 2007 an die Bahningenieurinnen und Bahningenieure in der Laufbahnausbildung des höheren Dienstes beim Eisenbahn-Bundesamt vergeben. Mit dem Preis soll eine Ausrichtung der Ausbildungsinhalte auf die Anforderungen des Gemeinsamen Verkehrsmarktes in Europa gefördert werden. Der zweite Förderpreis 2007 wurde an Herrn Prof. Dr.-Ing. Hans-Christoph Thiel, Ordinarius am Lehrstuhl für Eisenbahn- und Straßenwesen der Fakultät Architektur, Bauingenieurswesen und Stadtplanung der Brandenburgischen Technischen Universität (BTU) Cottbus in Anerkennung seiner innovativen Lehrkonzepte in der Ausbildung zur Ingenieurin und zum Ingenieur für den Bahnsektor verliehen. Ebenfalls mit dem Förderpreis 2007 ausgezeichnet wurde die bonding-studenteninitiative e.V. für ihr fast 20-jähriges Engagement beim erfolgreichen Knüpfen von Kontakten zwischen Hochschulabsolventen der Ingenieur- und Naturwissenschaften deutscher Hochschulen und Arbeitgebern. Die Laudationes für die Preisträger des Förderpreises „Förder-Forum Bahningenieure“ wurden von Herrn di Stefano (Eurailpress), Herrn Dr. Jeschke (VDEI) und Herrn Dr. Böhlke (EBA) gehalten.

Am zweiten Veranstaltungstag standen wie auch in den Jahren zuvor Workshops zu den Fachbereichen „Ingenieurbau, Oberbau- und Hochbau“, „Leit- und Sicherungstechnik, Telekommunikation und Elektrotechnische Anlagen“ und „Fahrzeuge“ an. Die Vorträge boten Anlass zur angeregten Diskussion und einem vertieften Gedankenaustausch. Darüber hinaus gaben sie auch Anregungen für die Weiterentwicklung des bestehenden Regelwerks.

Die Tagung bietet regelmäßig eine Plattform für den Austausch zwischen den Prüfexperten, der Aufsichtsbehörde, den Mitarbeitern der Eisenbahnunternehmen, den Eisenbahn-Fachplanern und den Fachfirmen der Eisenbahntechnik.

Ansprechpartnerin:
Bettina Baader (verantwortlich)