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Fachmitteilung 2 / 2007 vom: 28.02.2007, Thema: In eigener Sache

Voller Erfolg der Veranstaltung „Kleben von Schienenfahrzeugen“

Die gemeinsam von Eisenbahn-Bundesamt (EBA), Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung (IFAM) und Technologie-Centrum Kleben GmbH (TC Kleben) initiierte Veranstaltung wurde seitens der Fachwelt sehr gut angenommen. Neben den Vorträgen seitens Aufsichtsbehörde, akkreditierender Stellen und Anwenderbetrieben lebte die Veranstaltung auch von einem angeregten Fachdialog zwischen dem Publikum und den Vortragenden.

Professor Dr. Andreas Groß, Leiter des IFAM, begrüßte die mehr als 120 Fachteilnehmer und stellte das Ziel der Informationsveranstaltung vor. Es soll über die neue DIN 6701 „Kleben von Schienenfahrzeugen und –fahrzeugteilen“ informiert, aber auch gleichzeitig Bedenken und Zweifel seitens der Anwenderbetriebe relativiert werden. Ebenso sollen entsprechende Hinweise und Anregungen aus dem Fachpublikum in den „EBA-Arbeitskreis DIN 6701“ eingebracht werden. Die Norm soll als zukunftsweisendes Regelwerk für die innovative Technik verstanden und akzeptiert werden.

In einem einleitenden Vortrag stelle Herr Dipl.-Ing. Hartmut Beschow, Referatsleiter im Eisenbahn-Bundesamt (EBA) die Position des EBA beim Kleben von Schienenfahrzeugen vor. Basierend auf den gesetzlichen Grundlagen referierte er über die Aufgaben des EBA bei Fahrzeugabnahmen und erläuterte anschließend die Verantwortung der Schienenfahrzeughersteller, die im Zuge eines umfassenden Qualitätsmanagements die anerkannten Regeln der Technik, hier die DIN 6701, beachten müssen.

Daran anschließend stellte Herr Dr. Dirk Niermann, IFAM, die DIN 6701 „Kleben von Schienenfahrzeugen und -fahrzeugteilen“ vor. Die DIN 6701 ist weltweit eines der ersten umfassenden Regelwerke zur Qualitätssicherung in der Klebtechnik und speziell auf die Bedürfnisse des Schienenfahrzeugbaus abgestimmt. Die Norm soll insbesondere Unternehmen in die Lage versetzen, das Potenzial der Klebtechnik besser auszuschöpfen. Hierzu enthält sie detaillierte und präzise Vorgaben zur Klebetechnik und der Einführung eines Zertifizierungssystems.

Dieses Zertifizierungssystem wurde von Herrn Dipl.-Ing. Reiner Linder, Sachbearbeiter im EBA, vorgestellt. Auf der Basis der DIN 6701 hat das EBA die Verwaltungsrichtlinie "Kleben von Schienenfahrzeugen im Zuständigkeitsbereich des EBA“ erarbeitet und das Zertifizierungssystems nach DIN 6701-2 beschrieben. Neben der Darstellung der Erfordernisse zur Erteilung der Eignungsnachweise der Betriebe, die an Schienenfahrzeugen oder -fahrzeugteilen Klebverbindungen ausführen wollen, ging er auf die Ergänzungen der DIN 6071-2 bezüglich der Anforderungen an die Anwenderbetriebe ein. Der Bezug zur Praxis wurde mit dem anschaulichen Ablauf zur Bauartprüfung der Fahrzeuge hergestellt.

Den Ablauf der Betriebsprüfung in den Anwenderbetrieben stellte Herr Dipl.-Ing. Julian Band, TC-Kleben, Übach-Palenberg, vor. Hersteller von Schienenfahrzeugen oder deren Komponenten müssen sich künftig genau so wie in der Schweißtechnik einer Güteüberwachung unterziehen. Die Nachweise, die ein Betrieb bei einer entsprechenden Betriebsprüfung erbringen muss, wurden ausführlich dargestellt.

Der Abschlussvortrag wurde von Herrn Dipl.-Ing. Peter Hellwig, Siemens AG Transportation Systems, Krefeld, gehalten. Er lieferte einen ersten Erfahrungsbericht mit der Qualitätssicherung im Sinne der DIN 6701 aus Sicht der Anwender.

Auf Grund der großen Resonanz zu dieser Veranstaltung findet am 08. März 2007 eine zweite inhaltsgleiche Informationsveranstaltung statt.

Ansprechpartnerin:
Bettina Baader (verantwortlich)