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Fachmitteilung 03 / 2009 vom: 16.03.2009, Thema: Kapazität

Eisenbahn-Bundesamt verhindert umfangreiche Rückbauten auf der Rechten Rheinstrecke

Auf der Strecke zwischen Troisdorf und Wiesbaden, die eine der wichtigen Hauptachsen des Güterverkehres in Deutschland darstellt und bereits heute zu über 93 % ausgelastet ist, hatte die DB Netz AG mit der Umstellung der Leit- und Sicherungstechnik auf ESTW-Technik den fast vollständigen Rückbau der Bahnhöfe Unkel, Rheinbrohl, Rüdesheim, Hattenheim und Oestrich-Winkel sowie Rückbauten im Bahnhof Bad Hönningen geplant. Das Eisenbahn-Bundesamt begleitete die Planung konstruktiv, entschied aber am 23.02.2009, dass die geplanten Rückbauten auf der Strecke ohne Kompensation nicht genehmigungsfähig seien.

Auf der Strecke zwischen Troisdorf und Wiesbaden, die eine der wichtigen Hauptachsen des Güterverkehres in Deutschland darstellt und bereits heute zu über 93 % ausgelastet ist, hatte die DB Netz AG mit der Umstellung der Leit- und Sicherungstechnik auf ESTW-Technik den fast vollständigen Rückbau der Bahnhöfe Unkel, Rheinbrohl, Rüdesheim, Hattenheim und Oestrich-Winkel sowie Rückbauten im Bahnhof Bad Hönningen geplant.

Das Projekt „aktive Kapazitätsüberwachung“, welches das Eisenbahn-Bundesamt eigens zur Beurteilung von Kapazitätsfragen und zur Prüfung verkehrlicher Auswirkungen infrastruktureller Maßnahmen gegründet hatte, hielt nach umfangreicher Amtsermittlung die im Antrag enthaltenen Rückbauvorhaben nicht für genehmigungsfähig. Die Betreiberin legte seitdem mehrere überarbeitete Planungen vor. Die Behörde begleitete die Planung konstruktiv, entschied aber am 23.02.2009, dass die geplanten immer noch umfangreichen Rückbauten auf der Strecke bis auf ein nicht erforderliches Stumpfgleis und die einseitige Abbindung eines kurzen Überholgleises ohne Kompensation nicht genehmigungsfähig seien. Auf der Mischstrecke sei der Verkehr aufgrund des eng vertakteten Personenverkehres, des relativ hohen Verspätungsniveaus und des starken Geschwindigkeitsspektrums bereits heute nur schwer zu bewältigen. Die Auswertungen verdeutlichten, dass die betroffenen Überhol- und Kreuzungsmöglichkeiten auch unter Berücksichtigung der zukünftigen verkehrlichen Erwartung auf dieser Strecke für den Verkehr unentbehrlich seien.

Die Behörde forderte die Betreiberin im Übrigen dazu auf, die Überholgleise in Niederdollendorf, Unkel, Rheinbrohl, Bad Hönningen, Hattenheim und Oestrich Winkel, welche sie ohne Genehmigung außer Betrieb genommen hatte, entsprechend ihrer Betriebspflicht zeitnah wieder in Betrieb zu nehmen. Die für den Bau des Rüdesheimer Tunnels erforderlichen Rückbauten im Bahnhof Rüdesheim soll die DB Netz AG durch die Schaffung güterzuglanger Überholgleise in den Bahnhöfen Oestrich Winkel und Hattenheim kompensieren. Entgegen anderslautenden Presseberichten war der vollständige Rückbau des Bahnhofs Niederdollendorf zu keiner Zeit Antragsgegenstand der DB Netz AG.