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Fachmitteilung 7 / 2007 vom: 11.04.2007, Thema: In eigener Sache

Anschlagfeier Schlüchterner Tunnel

Am Freitag, den 30.03.2007 fand unter Beteiligung von Vertretern des Eisenbahn-Bundesamtes (EBA) am Südportal des zweigleisigen Schlüchterner Tunnels die „Anschlagfeier“ zum Bau einer zweiten, fast 4 km langen Tunnelröhre statt. Mit dem Segen der Vertreter der beiden christlichen Kirchen aus Schlüchtern wurde die Tunnelbohrmaschine der Firma Wirth auf den Namen „Adelheit“ getauft und das Bauvorhaben nach altem Brauch der Heiligen Barbara als Schutzpatronin der Mineure unterstellt und eingesegnet. Frau Christiane Riehl, Ehefrau des Hessischen Verkehrsministers, wurde die Patenschaft für die Bauzeit des Tunnels übertragen

In den Ansprachen der Festredner, Dr. Klaus Vornhusen, DB-Konzernbevollmächtigter für das Land Hessen, Dr. Alois Riehl, Hessischer Minister für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung, und Oliver Kraft, Mitglied des Vorstands der DB Netz AG, wurden auch die Vertreter des EBA begrüßt. Auf der Grundlage eines ersten Planfeststellungsbeschlusses vom 31.07.1998, mit dem zunächst ein zweigleisiger Tunnel als Ersatz für den stillzulegenden Bestandstunnel rechtskräftig beschlossen wurde, erließ unter Berücksichtigung neuerer Erkenntnisse – niedergelegt in der EBA-Tunnelrichtlinie – der Sachbereich 1 der EBA-Außenstelle Frankfurt am Main am 30.07.2003 einen Planänderungsbeschluss. Dieser Beschluss ist die Grundlage für das Bauvorhaben. Das Referat 21 der EBA-Zentrale, zuständig für die Bauaufsicht, hat zwischenzeitlich diverse Zustimmungen im Einzelfall erlassen. Des Weiteren wird insbesondere der Sachbereich 2 der EBA-Außenstelle Frankfurt das Bauvorhaben in den kommenden Jahren bauaufsichtlich betreuen.

In einem ersten Realisierungsschritt wird nach Fertigstellung der neuen, zweiten Röhre der Gesamtverkehr auf der hochbelasteten Strecke zwischen Fulda und Frankfurt zunächst zweigleisig unter beengten Verhältnissen durch das neue Bauwerk geführt. In einem zweiten Schritt soll dann innerhalb von rund 3 Jahren die fast 100 Jahre alte Röhre des Bestandbauwerks durch den Bau einer neuen Tunnelsohle und das Einbringen eines neuen Ausbaus umfassend saniert und für eine lange Nutzungszeit ertüchtigt werden. Nach Abschluss dieser Maßnahmen wird in der sanierten Röhre ein Richtungsgleis verlegt und die Zweigleisigkeit der neuen Röhre auf ein Richtungsgleis zurückgeführt. Das Gesamtvorhaben soll Ende 2012 abgeschlossen sein.

Die beiden Röhren, deren Achsen bis zu 90 m auseinander liegen, sind durch 3 Verbindungsstollen miteinander verbunden, sodass die anerkannten Regeln der Technik des EBA bezüglich Tunnelsicherheit erfüllt werden.


Bereits am 26.01.2007 hatten die Bau-Referendare und einige Mitarbeiter des EBA im Rahmen einer Tagesexkursion Gelegenheit, sich über das Bauvorhaben vor Ort zu informieren und die Montage und die Einrichtung der Tunnelbohrmaschine zu verfolgen.

Ansprechpartnerin:
Bettina Baader (verantwortlich)